MÜNCHEN – Kaffeerunde in Neuhausen

Manchmal ist der Kaffee so nah

Natürlich kann ich meinen Kaffee auch Zuhause trinken. Aber nach mehreren dumpfen Stunden am Schreibtisch brauche ich Bewegung und Koffein, um wieder etwas Brauchbares ‚aufs Papier‘ zu bringen. Und in meiner Nachbarschaft hab‘ ich gleich mehrere entzückende kleine Cafés und Tagesrestaurants für den Koffeinnachschub.
Hier im Dreieck Donnersbergerstraße, Schulstraße, Rotkreuzplatz versorgen täglich Bäckereien, Tagescafés und Suppenküchen  sowohl Nachbarn, als auch Angestellte der umliegenden Büros mit kleinen Mittagsgerichten und den späteren Kaffee. Ein kleiner Rundgang durch mein Kiez München-Neuhausen.

Gleich an der Ecke Schul- und Schlörstraße liegt das ‚Kaffee, Espresso und Barista‚. Etwas sperriger Name, aber das gibt gut die Bandbreite des Cafés wieder. Es ist natürlich ein Café, man bekommt mittags auch kleine Gerichte. Gleichzeitig ist es aber fast ein Museum, im Schaufenster und Laden stehen überall Espresso- und Kaffeemaschinen aus den unterschiedlichen Jahrzehnten und Ländern. Und dann kann man natürlich noch teilweise sehr exotische Kaffeesorten kaufen. Wer es ganz genau wissen will mit dem Kaffee bucht einen Baristakurs.

Neuhausen Barista Neuhausen Barista

 

 

 

 

In Sichtweite -in der Schlörstraße- liegt das ‚kitchen2soul‚, mit einem ganz eigenen Konzept. Hier kann man natürlich auch seinen Cappuccino trinken, bekommt mittags auch eine Kleinigkeit zu essen. Aber gleichzeitig ist das ‚kitchen2soul‚ eine Buchhandlung. Praktisch, da kann man gleich zu lesen beginnen im Café. Und abends finden in den Räumen Workshops und Veranstaltungen statt. Die Gründerinnen Tatjana Reichhart und Katrin Große brachten ihre unterschiedlichen Leidenschaften einfach zusammen. Neben dem klassischen Cafébetrieb, den Katrin Große als ehemalige Hotelmanagerin leitet, gehört das Vernetzen von Menschen und Ideen zu den Besonderheiten des Cafés. Tatjana Reichhart ist Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, sie will das Thema seelische Gesundheit raus aus der Psychocoach-Ecke holen.

Ein kleiner Abstecher in die Donnersbergerstraße:

Seit Anfang Januar sind  Hüseyin Sallioglu und seine Frau mit ihrem Kaffeeladen ein paar Häuser weitergezogen, in die DonnersberIMG_7180gerstraße 47 in einen Eckladen, in dem bis vor Kurzem  die Apotheke war. Gut so, denn alles ist größer, heller und gemütlicher geworden. Am Espresso und CappuccIMG_7176ino ist eh
nix zu verbessern-immer großartig, Und immer wieder spannend, weil unterschiedliche Sorten gebrüht und ausgeschenkt werden. Fein sind die eigenen Espressosomischungen und sortenreinen Filterkaffees. Und der Oberknaller sind die selbstgmachten Cantuccini.

 

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Keine zweihundert Meter weiter in der Schulstraße: Das Café Marita.  Im Innern wunderschöne Kacheln bis zur Decke, aussen ein paar Tische, kein Schnickschnack, einfach wohlfühlen.  Das Café Marita hat eine kleine feine Karte, die Produzenten der verwendeten Rohstoffe sind namentlich geführt. Für die Kuchen hat man sich eine besondere Kooperation ausgedacht. Mit dem Kuchenbacken sind SeniorInnen von Kuchentratsch beauftragt. Die Idee dahinter: Kuchentratsch ist eine Anlaufstelle für SeniorInnen, die mit einer konkreten Aufgabe, dem gemeinschaftlichen Kuchenbacken, verbunden ist. Damit wird eine Beschäftigung, der generationenübergreifende Austausch und Vernetzung sowie auch finanzieller Zusatzverdienst geschaffen.  Und wenn’s dann auch noch wunderbar schmeckt? Volltreffer.
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